Die Immobilien Falle!!!

Von Merlino Edelmetalle, am 02.05.2017:

Der Immobilienmarkt boomt. Kaufgründe: Schutz vor Inflation, Währungscrash und historisch niedrige Zinsen. Doch wenn die Inflation aufgrund der Gelddruckorgien noch mehr an Fahrt aufnimmt, es tatsächlich zu einem Währungscrash kommt (es hat noch kein Papiergeldsystem überlebt) oder wenn die Zinsen wieder nach oben gehen, wird es für viele Immobilienbesitzer ein böses Erwachen geben.

Zudem prüft jeder Staat mit leeren Kassen, bei welchen Anlageformen durch „Sonderabgaben“ viel Geld von den Bürgern (Bürgen) zu holen ist! Bei genauerer Betrachtungsweise könnte man sehr schnell zum dem Schluss kommen, das der Zensus von 2011 ein Schritt in diese Richtung, also eine Inventur des Immobilienvermögens war. Laut aktuellen Schätzungen beläuft sich der Wert aller Immobilien in Deutschland auf ca. 10 Bio. Euro, wobei etwa 50% davon auf Wohnimmobilien entfallen. Das Problem der offiziellen Staatsverschuldung über ca. 2,2 Bio. Euro, wäre also mit einer dementsprechenden „Vermögensabgabe“ auf Immobilienbesitz durchaus zu lösen.

Die Grundlagen für eine solche Enteignung sind im deutschen Grundgesetz verankert. Mit dem Art. 14 GG hat der deutsche Staat umfangreiche Möglichkeiten für Vermögenseingriffe geschaffen. Damit kann der deutsche Staat – zur Tilgung seiner Schulden – an das hart ersparte Wohneigentum der Bürger gehen und diese Schulden auf jeden einzelnen Immobilienbesitzer umlegen.

Diese Problemlösung hoffnungslos überschuldeter Staaten kennen wir bereits aus der Vergangenheit, so wurden nach den Währungsreformen 1923 und 1948 alle Immobilienbesitzer mit einer Zwangshypotheken belegt! Diese Zwangshypothek betraf alle Immobilien- und Grundvermögen, diese wurde mit 50% des Verkehrswertes ins Grundbuch zwangseingetragen und mußte auf max. 30 Jahre abbezahlt werden.

Die Beschleunigung der Inflation führt zwangsläufig zu steigenden Zinsen, mit der dann die Mietsteigerungen nicht mehr mithalten können. Zudem griffen in den Währungskrisen 1923 und 1949 die Regierungen in den Mietmarkt ein und untersagten starke Mietsteigerungen. Hier sind durchaus Parallelen zur derzeitigen „Mietpreisbremse“ erkennbar. Viele Wohnungseigentümer, die daraufhin ihre Bankkredite nicht mehr bedienen konnten, verloren ihr Eigentum in Zwangsversteigerungen.

Vermögensschutz mit Gold und Silber!

Für Leute, die ein Haus oder eine Wohnung erwerben wollen, ist die aktuelle Niedrigzinsphase auf den ersten Blick verlockend. Bei den derzeit sehr niedrigen Darlehenszinsen kann sich scheinbar jeder ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung leisten. Doch hier ist Vorsicht angesagt! Nach Ablauf der Zinsbindung (10 oder 15 Jahre) ist das Haus i. d. R. noch nicht voll abbezahlt und es muss ein neuer Darlehensvertrag geschlossen werden. Da niemand voraussagen kann, in welcher Höhe sich dann die Zinsen bewegen, sollte auf „gerade noch so“ Finanzierungen verzichtet werden, damit der Traum vom Eigenheim, bei dann gestiegenen Zinsen, nicht ein unschönes Ende findet. Wir empfehlen derzeit eine Darlehens Kalkulation mit mindestens 4% Tilgungsleistung.

Ganz abzuraten ist von Kombiprodukten (Finanzierungen mit Tilgung durch Bausparverträge, Lebensversicherungen oder Investmentanlagen), da davon auszugehen ist, dass diese „Tilgungsträger“ in Zeiten steigender Inflation, begeleitet von Negativzinsen, wertlos werden, während die Schulden auf den Immobilien bleiben.

Fazit:

Für Immobilienbesitzer war in jeder Krise somit entscheidend, wie es um die Mieteinnahmen oder sonstigen Verdienstquellen bestellt war und in welcher Höhe die Häuser und Wohnungen noch mit Bankkrediten belastet waren.

Diese Punkte werden sich im Verlauf der jetzigen Krise nicht anders darstellen, egal ob die Krise als „schleichende Inflation abläuft oder, was aufgrund der pervertierten Gelddruckorgien wahrscheinlicher ist, in Hyperinflation ausartet.

Immobilien zur Kapitalanlage sollten daher sorgfältig überprüft werden, ein Verkauf zu dem momentan hohen Preisniveau macht wirtschaftlich und zur Minimierung der sich abzeichnenden Risiken durchaus Sinn, um den Erlös in strategische, jederzeit verfügbare Sachwerte zu investieren.

 Vermögensschutz mit Gold und Silber!

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