Die böse Strategie von Mario Draghi: Das Inflationskonzept!

Von unserer hochgeschätzten Kollegen der perfect Management AG, Ivan Di Girolamo und Dr. oec. Jürg Schatz:

"Inflation ist deshalb ein Betrugskonzept gegenüber dem Geldeigentümer und gegenüber den Rentnern und Anwärtern auf spätere Rentenansprüche. Wer dieses böse Spiel durchschaut, trifft wenigstens im Rahmen seiner persönlichen Vermögensbildung eine geeignete Vorsorge."

Sehr geehrte Anleger und Anlegerinnen, Liebe Geschäftspartner und Freunde,

Herr Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, ist in den letzten 3 Jahren nicht müde geworden, eine Inflationsrate von 2 % p. a. als anzustrebende Wunschteuerung zu vertreten, da eine leichte Inflation wachstumsfördernd sei.

Per Ende Januar 2017 hat die Inflation im Sinne von Geldentwertung in der Europäischen Union im Vergleich zum 31. Januar 2016 mit 2 % das ersehnte Ziel erreicht. Man würde meinen, dass die Erreichung dieses Ziels von Herrn Draghi mit großem Frohlocken begrüßt wird und er verkünden würde, dass die Europäische Zentralbank nun die bis anhin praktizierte Politik einer extremen Erhöhung der Geldmenge und des Kaufes von Staatsanleihen notleidender EU Länder wie Italien, Frankreich, Portugal einstellen könne. Man hat jedoch weder von den Regierungen der EU-Staaten noch von Herrn M. Draghi für die Erreichung des angestrebten Inflationsziels ein Frohlocken vernommen.

Auf die konkrete Anfrage, ob die Europäische Zentralbank ihre problematische Politik der hohen Euro-Geldvermehrung und des direkten Kaufes von Staatsanleihen von Frankreich, Italien und Portugal einstellen werde, gab es von M. Draghi nur eine äusserst gewundene und dürftige Erläuterung, dass dem nicht so sein könne. Er legte dar, dass es darum gehe, im Rahmen einer grösseren Anzahl Jahre eine durchschnittliche Teuerungsrate von 2 % p.a. auszuweisen. Da in den letzten 4 Jahren die Teuerung praktisch bei Nullprozent gelegen habe, sei es in der gegebenen Situation ratsam, für einige Jahre eine Teuerung von 4 % p.a. zuzulassen. M. Draghi argumentiert, dass die angepeilte Teuerung von durchschnittlich 2 % mittelfristig betrachtet somit klar eingehalten werde. Deshalb müsse der Kauf von Staatspapieren durch die Europäische Zentralbank wie bisher weitergeführt und bei Bedarf sogar intensiviert werden. Diese Strategie werde dem Wachstum der Wirtschaft förderlich sein.

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Über die Gefahren und Konsequenzen dieses Tuns auf die Entwicklung der Geldwertstabilität verlor M. Draghi kein Wort. Nach seinem Inflations-Modell sollen die Geschäftsbanken in den nächsten Jahren von der Zentralbank weiterhin sehr billig Kapital in Anspruch nehmen können, hingegen die Kreditnehmer der Geschäftsbanken mit Zinskonditionen bedient werden, die mit Hinweis auf die Inflationsrate für die Geschäftsbanken eine hohe Gewinnmarge ergeben sollte. So will M. Draghi den zahlreichen mit hoffnungslos ungenügenden Eigenmitteln ausgestatteten Geschäftsbanken aus ihrer schlechten Eigenmittelbasis und ihrem extrem hohen Bestand an faulen Krediten heraushelfen. Dies alles zu Lasten der Anleger und Kreditnehmer, welche mit dem Draghi Konzept für die vergangene und die nächste Finanzkrise die Zeche zu bezahlen haben werden. M. Draghi ist schließlich von der Goldman Sachs Bankengruppe erzogen worden, der wahrscheinlich raffiniertesten Investmentbank auf der Erde. Da weiß man, wie man die Lasten von Fehlentscheiden auf andere schiebt.

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M. Draghi verschweigt natürlich, dass es bei der Erreichung einer Inflation von 4 % p. a. für die Einwohner der EU-Länder äußerst schmerzhaft sein wird, in der betreffenden Situation den weiteren Anstieg der Teuerungsrate zu stoppen. Bei einer Inflation von 4 % p. a. müssten die Kredit-Zinssätze für die Bankkunden auf ca. 6,5 %  angehoben werden, um einen weiteren Anstieg der Teuerung abzuwürgen. Das dürfte politisch dann aber kaum durchsetzbar sein, weil eine Erhöhung der Zinssätze von der Zentralbank gegenüber den Geschäftsbanken sowie eine darauf basierenden Erhöhung der Zinssätze von den Geschäftsbanken gegenüber ihren Kreditkunden auf etwa 6,5 % p. a. die Konjunktur völlig ruinieren würde. M. Draghi hofft, mit seiner Vorgehensweise einen weiteren zeitlichen Aufschub zu gewinnen, bis die Geldpolitik an der berühmten Wand anstoßen wird, bei der es nicht mehr weitergeht. Jetzt stehen wir in der Europäischen Union, aber auch in den USA wie im Jahre 2007 vor einer ruinösen Situation, jedoch in fast allen Ländern mit einer wesentlich höheren Staatschuldenquote als damals. Das Draghi Konzept kann deshalb jederzeit, und viel früher als gedacht, in eine tiefe Finanz- und Wirtschaftskrise abrutschen, weil die wichtigste Währung, das tiefe Vertrauen der Marktteilnehmer in eine erbauliche Zukunft trotz intensiver Schönwetter-Propaganda in zunehmendem Masse nicht mehr vorhanden ist.

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Konsequenzen:

Innerhalb von 10 Jahren würde sich mit einer Teuerungsrate von 4 % p. a. die Kaufkraft des Geldvermögens unter Berücksichtigung des Zinseszinseffektes mathematisch betrachtet um ca. 50 % reduzieren. Der Anleger hat zwar den vermögensrechtlich ausgewiesenen Betrag an Euro verfügbar, aber er kann sich für sein Geld nach 10 Jahren durchschnittlich betrachtet nur noch die Hälfte an Gütern und Dienstleistungen kaufen. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass durch die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit bei der Güterproduktion und im Sektor der Dienstleistungen (zunehmende Digitalisierung und andere technische Fortschritte) sowie durch die übliche Verzögerung des Teuerungsausgleichs bei den Löhnen der Kaufkraftverlust des Geldeigentümers noch ein wenig reduziert wird. Mit Ausnahme einer kleinen Finanzelite wird das Draghi Konzept bei den Marktteilnehmern sehr schmerzhaft in Erscheinung treten.

Es ist zu erwarten, dass bei der Erreichung einer Teuerungsrate von 4 % p. a. die Europäische Zentralbank die für die Teuerungsbekämpfung notwendige Zinserhöhung mit dem Argument der Rezessionsbekämpfung nicht durchführen wird. Die Teuerungsrate wird dann munter weiter ansteigen, wenn die globalen Finanzstrukturen nicht schon früher implodieren.

Die Zeche der Geldentwertung zahlen somit jene Personen, die geldmäßige Guthaben und/oder geldmäßige Rentenansprüche haben. In analoger Weise entwertet sich die Kaufkraft der Schulden, was vor allem den Staat mit seinem hohen Schuldenberg entlastet, da ja Preise und Löhne stetig ansteigen. Eine löbliche Ausnahme bildet z.B. die Schweiz, da das Parlament in der Schweiz eine gesetzliche Schuldenbremse konsequent beachtet und Staatsdefizite in sehr engen Grenzen hält. Der hohe Kurs des Schweizer Frankens wird jedoch auch der Schweiz noch größere Sorgen bereiten als bisher. 

Eine Inflation von 4 und mehr Prozent birgt die große Gefahr einer innen- und außenpolitischen Zerreisprobe. Mit der heute in den Euro-Staaten und in den USA praktizierten Geld-, Wirtschafts- und Währungspolitik entstehen politische Entwicklungen, die das gegebene Finanz- und Wirtschaftsgefüge sowie die politische Ordnung zum Einsturz bringen werden. Diese böse und schmerzhafte Entwicklungsvariante wird leider immer realitätsnäher.

Das Verständnis für diese Zusammenhänge ängstigt und veranlasst immer mehr Geldeigentümer nach vermögensmäßigen Fluchtmöglichkeiten zu suchen. Eine dieser Möglichkeiten besteht darin, von den Geldanlagen in Beteiligungen an finanzmarktabhängige Aktienanlagen (Aktienbörse) zu wechseln. Ein gefährliches Spiel, es sei denn, dass Beteiligungen gewählt werden, hinter denen Sachwerte (Finanzmarkt-unabhängige, krisenresistente Sachwerte) stehen, die auch beim Eintritt einer Finanz- und Wirtschaftskrise eine gute Ertragskraft halten können, wie Edelmetallminen und Produzenten von Produkten des täglichen Bedarfes. Ein weiterer Fluchtweg ist ein Wechsel von Geldanlagen in geldunabhängige Sachwerte wie Edelmetalle in physischer Form. Edelmetalle können vom Staat nicht beliebig ohne echte Gegenleistung vermehrt werden wie das offizielle Geld. Bei Edelmetall-Anlagen besteht jedoch die ernste Gefahr einer prohibitiven Besteuerung in Krisenzeiten, ein Problem, dem man besondere Aufmerksamkeit schenken sollte. Der erste Gedanke ist oft die Flucht in eine geheime Goldhortung (Schwarzgold). In der heutigen Zeit der vollständig kontrollierbaren und transparenten Bankkonti und der stark eingeschränkten und kontrollierten Bargeldbenutzung der Einwohner ist schwarzes Gold keine Ziel führende Lösung. Es gilt legale Anlageinstrumente zu nutzen, an deren Besteuerung der Staat aus übergeordneten Prioritäten kein Interesse hat. 

Zusammenfassung:

Inflation im Sinne von Geldentwertung ist eine hinterlistige versteckte staatliche Steuer, die in einer schwierigen Zeit sogar enteignungsähnliche Ausmasse annehmen dürfte.

Inflation ist deshalb ein Betrugskonzept gegenüber dem Geldeigentümer und gegenüber den Rentnern und Anwärtern auf spätere Rentenansprüche. Wer dieses böse Spiel durchschaut, trifft wenigstens im Rahmen seiner persönlichen Vermögensbildung eine geeignete Vorsorge.

Inflation bringt kein solides nachhaltiges Wachstum, sondern ist Ursache für nachfolgende schwere konjunkturelle Rückschläge.

Inflation fördert die Vermögensumverteilung, weil nur eine sehr kleine Finanzelite von der Geldentwertung zu profitieren in der Lage ist. In vielen Ländern hat die Einkommens – und Vermögensverteilung extreme Ausmaße angenommen. Die Zeche zahlt mit dem Draghi Konzept somit das breite Volk. Diese Entwicklung verstößt gegen das Gemeinwohl und verletzt somit zutiefst auch die ethischen Grundsätze liberal denkender Menschen.

Das Draghi Konzept zerstört das Gefüge einer ausgewogenen liberalen und sozialen Wirtschaftsordnung, indem sozialistische oder ultrakonservative Kreise solche Fehlentwicklungen in populistischer Weise ausnützen und in die Lage versetzt werden, eine extreme Wirtschaftsordnung zu errichten. Die Regierung Trump fördert z.B. in erster Linie die Interessen der Extrem-Reichen, eine Regierung unter Links –Links-Grün in Deutschland würde als Gegenbeispiel Vermögen und Einkommen in einer Weise zuordnen, ohne dass der Mensch selbstverantwortlich Leistung erbringen muss. Beide Extreme haben nicht die geringste Wertschätzung für eine ausgewogene Marktwirtschaft und für gesundes unternehmerisches Tun.

© Perfect Management Services AG

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