»Nur physisches Gold erhält das Vermögen und die Kaufkraft«

Egon von Greyerz im Gespräch mit Eric King von King World News, vom 17.10.2015

Was man verstehen muss, ist dass außerhalb des Bankensystems gehaltenes physisches Gold auch weiterhin das Vermögen erhalten wird, sowie auch die Kaufkraft, genau so wie es das die letzten 5.000 Jahre getan hat.“

Egon von Greyerz: »Nur physisches Gold erhält das Vermögen und die Kaufkraft«

Egon von Greyerz: “Eric, lassen Sie uns heute mit einigen guten Nachrichten anfangen. Gold ist so stark, wie es in dieser ersten Phase eines sehr langen und starken Bullenmarktes zu erwarten ist. Im Oktober ist Gold um $ 80 gestiegen und jede Korrektur nach unten kehrt sich schnell ins Gegenteil um. Das ist für einen Bullenmarkt ein typischer Ablauf. Ich würde erwarten, dass die Shorts bereits sehr nervös sind, denn jeder Verkaufsversuch schlägt jetzt fehl.

Bedenken Sie aber, dass diese Rallye gerade erst anfängt, das nächste Ziel liegt bei $ 1.400. Aber ich erwarte, dass Gold in diesem Jahr noch höher steigt. Spätestens in der ersten Jahreshälfte 2016 sollte Gold neue absolute Höchststände erreichen.

Silber hat bisher noch nicht so recht angefangen sich zu bewegen, es wird aber sehr bald seinen Motor anwerfen und sich dann viel schneller als Gold bewegen. Investoren müssen auch bedenken, dass Silber höchst volatil ist. Für Investoren in Edelmetallaktien ist das sogar noch besser. Der HUI (Gold-Minenindex) ist in diesem Monat bereits um 38 Prozent gestiegen. Aber wir müssen natürlich feststellen, dass wir bei den Edelmetallaktien einen Markt erlebt haben, der [in den vergangenen Jahren] tief in den Keller gefallen ist.

Jetzt zu den schlechten Nachrichten. Der Grund warum der Edelmetallmarkt extrem stark sein wird ist, dass die Welt sich in einem furchtbaren Zustand befindet. Wir haben Probleme mit der globalen Schulden-Ansteckung, derer sich die Welt niemals mehr entledigen kann.

Es gibt nur einen Ausweg aus diesen $ 210 Billionen Dollar Schulden: es muss implodieren. Nichts anderes kann die Basis für kontinuierliches und gesundes Wachstum bilden.

Die Weltschulden haben sich seit 2008 um 50 Prozent – oder $ 70 Billionen – erhöht und in der Weltwirtschaft hat sich rein gar nichts verbessert. Und trotzdem sind die obersten 0,1 Prozent in der Welt nur noch reicher geworden. Es gibt Blasen bei den Aktien, Bonds, Immobilien und außerbörslichen Unternehmensbeteiligungen. Den 99,9 Prozent geht es aber nicht besser. Deren Einkommen gehen zurück und ihnen werden weitere $ 70 Billionen an Schulden aufgelastet.

Und die Bilanzen der Banken stehen unter enormem Druck, viel größerer Druck als noch 2008, insbesondere wenn man die Derivate mit einkalkuliert.“

Eric King: “Wie steht es um das Weltfinanzsystem, Egon?“

Egon von Greyerz: “Es gibt jetzt überall Liquiditätsengpässe, Eric, im Finanzsystem und besonders bei den Junk-Bonds und den Schulden der Schwellenmärkte. Also wird zusätzliches Gelddrucken die Welt nicht retten, die ja ohnehin bereits in Schulden ertrinkt.

Die nächste Krise in den Finanzmärkten steht bereits vor der Tür und die Zentralbanken kennen nur eine einzige Lösung: noch mehr Geld drucken. In den USA lagen die kurzfristigen Zinsen im Jahr 2008 bei 5 Prozent, heute liegen sie bei null. Gelddrucken ist also das einzige Mittel, das den Zentralbanken geblieben ist. Das wird letztlich zu einer Hyperinflation oder einer Depression führen, die sich im Anschluss zu einer deflationären Depression entwickeln wird.


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Eric, wie wir schon mehrfach besprochen haben, wird die Zerstörung der Welt verheerend sein. Die meisten Märkte werden um 75 bis 95 Prozent einbrechen. Das mag heute nur schwer vorstellbar sein, aber die Korrektur einer 100-jährigen globalen Blase wird keine angenehme Sache werden.

In den kommenden Wochen und Monaten werden wir nicht nur erleben, wie die Wertanlagenmärkte fallen, sondern auch, dass die Währungen in ihrer Abwärtsspirale an Tempo zulegen werden. Die nächste große Währungspleite wird der Dollar sein.

Während meines Arbeitslebens habe ich erlebt, wie der Dollar gegen den Schweizer Franken um fast 80 Prozent gefallen ist. Ich gehe davon aus, dass der Dollar jetzt noch weitere 50 Prozent gegen den Schweizer Franken fallen wird und der Dollar wird auch gegen den Euro schwach werden. Er wird problemlos die alten Höchststände von 1,60 gegen den Euro erreichen.

Amerikaner müssen begreifen, dass es ein Trugschluss ist, dass man sein Vermögen in Dollars messen kann, denn der Dollar löst sich gegenüber den meisten anderen großen Währungen auf. Darum ist es wichtig, sich gegen die Entwertung des US-Dollars zum Beispiel mit Gold abzusichern.

Warum soll der Dollar also fallen? Weil die USA das höchstverschuldetste Land der Welt sind und ihre Schulden niemals mit echtem Geld zurückzahlen können. Bedenken Sie, dass es in den USA seit den 1960ern keinen echten Budget-Zyklus mehr gegeben hat. Weite Teile der Welt, wie China, Indien, Russland und die Schwellenländer, werden sich für ihre internationalen Zahlungen vom Dollar abwenden. Am Ende wird der Dollar nicht mehr die Weltreserve-Währung sein.

Was also wird mit Gold in den kommenden Jahren passieren, Eric? Wird es auf mein altes Ziel von $ 10.000 in heutigem Geld steigen? Oder auf $ 100.000? Oder $ 200 Billiarden in hyperinflationärem Geld? Spielt das eine Rolle?

Was man verstehen muss, ist dass außerhalb des Bankensystems gehaltenes physisches Gold auch weiterhin das Vermögen erhalten wird, sowie auch die Kaufkraft, genau so wie es das die letzten 5.000 Jahre getan hat.“

von N8chwächter


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